14:20 14:20

GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER

IHK Köln, HWK Köln, ARBEITGEBER KÖLN und DGB Region Köln-Bonn

• Wirtschaft & Industrie
• Bildung
• Mobilität
• Flächennutzung & Wohnungsbau
WIRTSCHAFT UND INDUSTRIE
2021 ist ein richtungsweisendes Jahr für die Zukunft der Industrie, des Handels, des Handwerks und allen Dienstleistungsunternehmen in Köln und im Umland.

Die Corona-Krise wird uns weiter stark herausfordern. Umso mehr brauchen wir wettbewerbsfähige Unternehmen und Standortbedingungen in unserer Region.

Infrastruktur, Steuern, Arbeitskosten, Unternehmensliquidität, Umweltgesetzgebung, der Green Deal und nicht zuletzt die Bundestagwahl werden die Zukunft unserer Region entscheiden bzw. beeinflussen.

Wirtschaft und Arbeit mitdenken

Die Stärke unserer lokalen Wirtschaft liegt in ihrer Vielfalt – Köln und das Umland verfügen sowohl über eine leistungsstarke Industrie, ein starkes Handwerk und eine vielfältige Handelslandschaft, einen breiten Dienstleistungsmix sowie einen attraktiven Messestandort. Floriert die Wirtschaft, erhöht sich der finanzielle Handlungsspielraum einer Kommune deutlich – ebenso steigen Beschäftigung, Kaufkraft und die Attraktivität der Region. Darüber hinaus sind die Unternehmen und ihre Beschäftigten wichtige Treiber von Innovationen und technischem Fortschritt. Von diesem Knowhow und dem Unternehmergeist profitiert auch die Kommune. Wirtschaft sollte bei politischen und Verwaltungsentscheidungen automatisch mitgedacht werden. Wir werben daher für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Wirtschaft. Zudem muss sich die Verwaltung noch stärker als Dienstleisterin gegenüber Unternehmen verstehen und in ihre Infrastruktur investieren.

Standort stärken

Um den Wirtschaftsstandort zu stärken, ist es ganz entscheidend, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Wir begrüßen das Signal, den Gewerbesteuerhebesatz in den kommenden fünf Jahren stabil halten zu wollen. Positiv bewerten wir den Willen, ein Angebot an attraktiven Gewerbe- und Industrieflächen schaffen zu wollen. Hierbei gilt es, intelligent zwischen dem Bedürfnis nach Wohnraum in einer wachsenden Metropole und dem Bedarf nach Gewerbe- und Industrieflächen abzuwägen. Wichtig ist ferner, dass die Verwaltungsreform weiter vorangetrieben wird. Gerade Planungs- und Genehmigungsverfahren dauern oftmals noch zu lange. Wir müssen darüber […]

11:30 11:30

ARBEITGEBER KÖLN: Bekenntnis der Stadt Köln zur Industrie gefordert

„Wer die Verkehrswende fordert, muss auch ‚Ja‘ zu Technik und Innovationen sagen. Damit verbunden ist auch ein starkes Bekenntnis zur Industrie, dass ich von der Stadt Köln mit Nachdruck einfordere“, eröffnete Gunnar Herrmann, Vorsitzender der ARBEITGEBER KÖLN, das traditionell am Aschermittwoch stattfindende Katerfrühstück von ARBEITGEBER KÖLN und NetCologne.

Trotz einer Zunahme des Radverkehrs müsse ein intelligentes Verkehrskonzept mehr im Blick haben als das Fahrrad. „Für mich bedeutet das, den ÖPNV in Köln konsequent weiter auszubauen. Das ist für mich verbunden mit einem klaren ‚Ja‘ zur Tunnellösung bei der Ost-West-Achse“, betonte Herrmann. Es müssten auch Angebote geschaffen werden für diejenigen, die nicht mit dem Rad fahren könnten oder wollten. Zudem dürfe das Auto nicht in Aus gestellt werden.

Köln könne eine Vorreiterstellung bei ‚Smart Mobility‘ einnehmen, erforderlich sei aber eine „Bereitschaft von Rat und Stadtverwaltung, sich technologieoffen mit innovativen Mobilitätskonzepten auseinanderzusetzen“. Dies käme auch dem Klima zugute.

„Köln ist Digitalhauptstadt. Unsere digitalen Infrastrukturen sind Teil der Lösung, um die Klimaziele zu erreichen. Wenn Köln auch in der Energiewende führend sein will, müssen wir die ökologische Transformation mit Hilfe digitaler Technologien stärken. Beides sind zwei Seiten derselben Medaille“, ergänzte Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne.
„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass auf unsere flächendeckende Glasfaserinfrastruktur Verlass ist. Sie ermöglicht es auch in Zukunft, dass wir den von der Politik angestrebten Energiewandel effizient umsetzen und intelligente Steuerungen wie ‚Smart Meter‘ und ‚Smart Grid‘ verlässlich einsetzen können“, schloss von Lepel an.

Nach einer Grußbotschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker diskutierten zu dem Thema ‚Köln: Grüne Welle für alle? Wie das neue Ratsbündnis die Stadt gestalten will“ Christiane Martin (Grüne), Bernd Petelkau (CDU), Rebekka Müller (Volt), Christian Joisten (SPD) und Ralph Sterck (FDP) und stellten sich kritischen Fragen zu den Plänen und Zielen ihrer Politik.

Wie in […]

17:35 17:35

Gesundheitsschutz für Pendler*Innen: Ausdünnung des Fahrplans geht zu Lasten der Arbeitnehmer*Innen und Bürger*Innen

Gesundheitsschutz für Pendler*Innen
Ausdünnung des Fahrplans geht zu Lasten der Arbeitnehmer*Innen und Bürger*Innen, die auf einen
guten ÖPNV in Köln angewiesen sind.

Die gegenwärtige Situation ist für alle Menschen eine große Belastung. Der zweite Lockdown stellt viele, die zur
Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens oder der Grundversorgung arbeiten, vor erhebliche Herausforderungen.
Eine wesentliche Regel, die dem Gesundheitsschutz dient, ist es, ausreichend Abstand zu anderen Menschen zu
halten. Hierzu sind alle Betriebe verpflichtet. Zentral ist aber auch, die Pendlerströme im Nahverkehr zu entzerren
anstatt die Angebote einzuschränken. Letzteres wird allerdings von Teilen der Politik diskutiert.

Viele Arbeitnehmer*Innen sind auf den ÖPNV angewiesen. Die KVB hat bereits im ersten Lockdown – anders als
etliche andere Städte – den Fahrplan ausdünnen und Angebote streichen müssen. Innerhalb von Bussen und
Bahnen konnten ausreichende Abstände nicht eingehalten werden. Das hat nicht nur zu Unmut geführt, sondern
auch dazu, dass Arbeitnehmer*innen, wo möglich, auf alternative Fortbewegungsmöglichkeiten umgestiegen
sind.

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie wichtig und unverzichtbar die öffentliche Daseinsvorsorge ist. Das Angebot
der KVB gehört unstrittig dazu. Weitere Einschränkungen und Reduzierungen des Fahrplans sind der falsche
Weg, wenn man Menschen für einen attraktiven ÖPNV begeistern, Berufstätigen den sicheren Weg zur Arbeit
bieten und Gefahren für Gesundheit und Klima minimieren will. Erfahrungen in anderen Städten zeigen, dass
eine Beibehaltung des bestehenden Angebots der einzige richtige Weg ist, um Abstandsregelungen auch
innerhalb von Busse und Bahnen zu garantieren.
D

as halten wir auch in Köln für den richtigen Weg. Jede andere Entscheidung führt zu Unmut und verstärkt das
Gefühl, der ÖPNV in Köln sei unattraktiv, nicht verlässlich und berge gesundheitliche Risiken.
Wir erwarten von den Entscheidungsträger*Innen der Stadt, nicht am falschen Ende den Rotstift anzusetzen.
Gerade in Krisenzeiten muss ein verlässlicher und attraktiver ÖPNV für die Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung
stehen. Als stetiger Beitrag zum Klimaschutz, als Beitrag zur Neuordnung der Mobilität und als Beitrag
zur Minimierung […]

15:00 15:00

16. Kölner Arbeitgebertag

Herrmann: „Wir brauchen einen partnerschaftlichen Dialog mit der Politik“
„Die neuen EU-Klimaziele sind grundsätzlich erreichbar und werden auch von der Industrie mitgetragen. Doch die Antwort auf die Frage, welche Konsequenzen das für die Industrie und Gesellschaft nach sich zieht, vermeiden im Moment sehr viele“, mahnte Gunnar Herrmann, Vorsitzender der ARBEITGE­BER KÖLN e. V., anlässlich seiner Eröffnungsrede beim 16. Kölner Arbeitgebertag, der in diesem Jahr rein digital stattfand. „Durch Überregulierung ist dem Klima nicht gedient. Dies befördert nur eine schleichende Abwanderung der heimischen Industrie – oftmals in Länder mit geringeren Umweltstandards“, ergänzte Herrmann. Er plädiere daher für einen partnerschaftlichen Dialog mit der Politik, statt einfach vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Die Industrie stecke mitten im Transformationsprozess, hier sei auch die Politik gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. So sei eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zwingende Voraussetzung für die politisch gewollte Mobilitätswende.

Mit Blick auf die regionale Wirtschaft sprach sich Herrmann dafür aus, über die Gemeindegrenzen hinaus zu denken. Zudem sei bei den politischen Akteuren mehr Mut zu großen Infrastrukturprojekten gefordert: „Meines Erachtens würden wir gut daran tun, das Kölner U-Bahnnetz weiter auszubauen. So gewinnen wir Raum und Lebensqualität für die Menschen in unserer Stadt. Auch erstaunt mich die Diskussion um das Projekt Rheinspange 553, die geplante Rheinbrücke im Kölner Süden. Um dem Verkehrsinfarkt in der Region zu entgehen, brauchen wir diese Brücke“, betonte Herrmann.

Hinsichtlich des guten Abschneidens der Grünen bei der letzten NRW-Kommunalwahl erklärte Herrmann, dass sich Wirtschaft und Grüne aufeinander zubewegen müssten. „Mir ist wichtig, dass die Wirtschaft als Partner und nicht als Gegner begriffen wird“, sagte Herrmann und warb für einen Dialog auf Augenhöhe.

Nach einem Grußwort der Oberbürgermeisterin Henriette Reker diskutierten Dr. Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, […]

14:00 14:00

Vorsitz ARBEITGEBER KÖLN: Gunnar Herrmann folgt auf Michael Jäger

Herrmann: „Wir mischen mit, wir stehen nicht am Spielfeldrand“

Auf der ordentlichen Mitgliederversammlung der ARBEITGEBER KÖLN e. V. am heutigen Dienstag wurde Gunnar Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH und Executive Director Business Transformation Ford of Germany, zum neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Er folgt auf Michael Jäger, der seit 1998 dieses Amt innehatte. Die Mitgliederversammlung wählte Nicolai Lucks, Kreishandwerksmeister und Geschäftsführer der Wallburger GmbH, sowie Dr. Patrick Giefers, Geschäftsführer INEOS Manufacturing Deutschland GmbH, zu seinen Stellvertretern. Zugleich wurde Michael Jäger aufgrund seiner vielfältigen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes vorgeschlagen. Mit der Geschäftsführung der ARBEITGEBER KÖLN ist weiterhin Wolfgang Reß, Hauptgeschäftsführer von kölnmetall, betraut, dessen Vorstand Gunnar Herrmann seit Juni 2020 angehört.

Der neue Vorsitzende bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und lobte seinen Vorgänger: „Michael Jäger war rund 22 Jahre das Gesicht von ARBEITGEBER KÖLN – er hat den Verband mit aus der Taufe gehoben und sein Name ist untrennbar mit dieser Organisation verbunden. Er hat stets die Fahne der ARBEITGEBER KÖLN hochgehalten und als Mittler zwischen der Welt der Wirtschaft und der Welt der Verwaltung und der Politik gewirkt.“ Dies werde nun seine Aufgabe sein. Ganz im Sinne Jägers werde er „an Politik und Verwaltung ‚dran‘ bleiben, denn Bundes-, Landes- aber auch Kommunalpolitik stellen uns als Unternehmer immer wieder vor neue Herausforde-rungen. Wir dürfen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen, müssen uns immer wieder bei wichtigen Debatten einbringen. Kurz: Wir mischen mit, wir stehen nicht am Spielfeldrand.“

Mit Blick auf die im September anstehende Kommunalwahl fuhr Herrmann fort: „In unserer Stadt sind noch viele Zukunftsfragen ungelöst, der Reformstau der vergangenen Jahre muss dringend aufgelöst werden.“ Ihm sei bewusst, dass dies in einer Millionenstadt nicht über Nacht gelingen könne, gerade wenn Zielsetzungen miteinander konkurrierten. Zwar werde […]

13:13 13:13

ARBEITGEBER KÖLN kritisieren Vorstoß der Stadt zu „Pop-up-Radwegen“ und Tempo 30

Als „ideologische Verkehrspolitik durch die Hintertür“ bezeichnete Wolfgang Reß, Geschäftsführer der ARBEITGEBER KÖLN, den Vorstoß der Kölner Stadtspitze, in der Corona-Zeit Autospuren temporär für den Radverkehr freigeben zu wollen und gleichzeitig dort die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren. Den sogenannten „Pop-up-Radwegen“ erteilte er eine Absage: „Aus temporär wird schnell dauerhaft, denn die Stadt hat sich das Hintertürchen offengehalten, die neu ausgewiesenen Radspuren auch nach der Pandemie beizubehalten. So wird unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes klammheimlich Verkehrspolitik betrieben.“ Tempo 30 in der Stadt sei der falsche Weg. Damit werde kein Anreiz für mehr Radverkehr geschaffen, sondern Auto- und Lieferverkehre nur noch weiter erschwert, so Reß. Er appelliere daher in Richtung Landesregierung, dem Drängen der Kölner Stadtspitze nicht einfach nachzugeben, sondern eine Entscheidung gut abzuwägen. Durch die neuen und gut begründeten Verkehrsregelungen zur Abstandshaltung würde ohnehin der innerstädtische Verkehr deutlich verlangsamt, da Autofahrer auf vielen Straßen kaum an Radfahrern vorbeikämen, ohne ihnen zu nahe zu kommen. Zudem gab er zu bedenken: „Sollte die Gefährdungslage durch COVID-19 im Herbst weiter andauern, wird der Autoverkehr auf den Straßen wieder zunehmen. Viele wollen dann nicht mehr mit dem Rad fahren, scheuen aus Angst um ihre Gesundheit aber womöglich vor einem Umstieg auf Bus und Bahn zurück.“ Das Verkehrschaos sei dann vorprogrammiert.

16:14 16:14

Statement von Präsident Arndt G. Kirchhoff zur aktuellen Corona Entscheidung

Von Arndt G. Kirchhoff
Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw)

„Die gestrigen Entscheidungen sind ein erster wichtiger Schritt zum Wiederhochfahren unserer Wirtschaft. Das sollten wir jetzt nicht kleinreden. Klar ist jedoch auch, dass die Situation für die weiterhin geschlossenen Wirtschaftsbereiche nun noch existenzbedrohender wird. Ich weiß, dass hier große Sorgen und Nöte bestehen. Umso wichtiger ist es, dass die Politik jetzt gerade für die betroffenen Unternehmen möglichst zeitnah verlässliche Perspektiven entwickelt und bei den Hilfsmaßnahmen gezielt nachlegt. Und für die gesamte Wirtschaft gilt: Um wieder auf Touren zu kommen, sind verlässliche Zeitpläne für die Unternehmen ein ganz entscheidender Faktor.

Gleichzeitig richtig ist natürlich auch, dass es allein mit der schrittweisen Öffnung von Geschäften nicht getan ist. Ebenso muss zwingend die Nachfrage anspringen. Hier muss die Politik der Stimmung der Verbraucher deutlichen Rückenwind geben. Deshalb gilt es jetzt, die nächsten beiden Wochen intensiv zu nutzen und überzeugende Maßnahmen auf den Weg zu bringen, die sowohl bei Unternehmen als auch bei Verbrauchern das Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft stärken. Wir brauchen ein Wachstumsprogramm aus Steuererleichterungen, Kaufanreizen und Investitionen in Zukunftsfelder wie Digitalisierung, Mobilität und Energie. Außerdem ist es höchste Zeit, jetzt schleunigst die Investitionsbremsen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren zu lösen.

Deutschland hat bei der Eindämmung der Pandemie in den vergangenen Wochen schon viel erreicht. Darauf können die Menschen in unserem Land stolz sein. Ausdrücklich will ich auch das Krisenmanagement der Politik loben. Wir müssen alles dafür tun, Gesundheitsschutz und wirtschaftliche sowie soziale Fragen bestmöglich in Einklang zu bringen. Denn es gilt, als Volkswirtschaft, als Sozialstaat und als Gesellschaft handlungsfähig zu bleiben. Daher sollten wir uns auch in dieser nach wie vor extremen Situation gesellschaftsübergreifend Gemeinschaftsgeist, Vertrauen und Zuversicht bewahren. Bei alldem müssen wir als exportorientiertes und weltoffenes […]

11:30 11:30

Metall-Tarifvertragsparteien in Nordrhein-Westfalen erzielen Einigung für Tarifrunde 2020

Gekündigter Tarifvertrag wird bis 31.Dezember 2020 wieder in Kraft gesetzt
Neue tarifliche Instrumente zur Abfederung sozialer Härten, zur Bewältigung von Engpässen in der Kinderbetreuung und zum Umgang mit Beschäftigungsausfällen

Präsident Kirchhoff: „Wertvolle Planungssicherheit für Unternehmen und Beschäftigte in außergewöhnlich schwieriger Situation.“

Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben sich unter dem Eindruck der unabsehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen durch die rapide Ausbreitung des Corona-Virus auf einen Pilotabschluss für die Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Das teilte der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) am Freitag in Düsseldorf mit. Der Präsident von METALL NRW, Arndt G.Kirchhoff, betonte, der Kompromiss habe das Ziel, in diesen schwierigen Zeiten Unternehmen nicht weiter zu belasten und Beschäftigte zu unterstützen. „In dieser außergewöhnlich schwierigen Situation bietet dieser Tarifabschluss unseren Unternehmen und unseren Beschäftigten wertvolle Planungssicherheit“, erklärte Kirchhoff. Der Tarifvertrag enthalte unter anderem neue Elemente zur Abfederung sozialer Härten, zur Bewältigung von Engpässen in der Kinderbetreuung und zum Umgang mit Beschäftigungsausfällen. Alle Vereinbarungen haben eine Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

Die wesentlichen Tarif-Vereinbarungen auf einen Blick:

Entgelte:

Der zum 31. März 2020 gekündigte Entgelt-Tarifvertrag wird ohne eine Erhöhung der Tabellenentgelte unverändert wieder in Kraft gesetzt – mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2020.

Reaktivierung des Tarifvertrags Zukunft in Arbeit (ZiA):

Der bewährte – auf freiwilliger betrieblicher Basis umsetzbare – Tarifvertrag aus dem Krisenjahr 2010 wird modifiziert wieder in Kraft gesetzt. So lassen sich die tariflichen Remanenzkosten (Kosten der Kurzarbeit für das Unternehmen) ab dem ersten Tag der Kurzarbeit senken, wenn im Gegenzug Beschäftigungssicherung gegeben ist.

Abfederung sozialer Härten bei Kurzarbeit:

Anstelle eines allgemeinen tariflichen Zuschusses zum Kurzarbeitergeld haben die Tarifpartner eine Härtefall-Regelung vereinbart. Danach wird ein betrieblicher Finanzierungsbetrag zur Verfügung gestellt, der zum Ausgleich oder zur Verminderung sozialer Härten im Fall von […]

11:21 11:21

Metall-Tarifrunde 2020: NRW-Arbeitgeber warnen IG Metall vor neuen Kostenlasten für Unternehmen – Kirchhoff: „Wir brauchen einen Tarifabschluss mit Augenmaß“

Die nordrhein-westfälischen Metallarbeitgeber haben die IG Metall davor gewarnt, den Unternehmen in der Tarifrunde 2020 neue Kostenlasten aufzuerlegen. Angesichts der enormen Herausforderungen durch Strukturwandel und Konjunkturflaute und den noch völlig unsicheren Auswirkungen der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus auf die Wirtschaft sei jetzt „eine Tarifrunde mit Augenmaß“ angesagt.  Der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, sagte bei der nach vier Sondierungsgesprächen ersten offiziellen Verhandlungsrunde für die Beschäftigten dieses Industriezweigs in Paderborn, jetzt müsse alles getan werden, um die Fitness der Unternehmen für den Wettbewerb zu fördern. „Gerade in dieser schwierigen Situation muss sich die Zukunftsfähigkeit des Flächentarifs beweisen“, betonte Kirchhoff. Er freue sich, dass sich die Tarifparteien in der wirtschaftlichen Lagebeurteilung weitgehend einig gewesen seien. Jetzt gelte es, daraus die richtigen tarifpolitischen Schlussfolgerungen zu ziehen. Das Ziel sei, bis Ostern einen fairen, für Unternehmen und Beschäftigte tragfähigen Abschluss zu erzielen.

Mit ihrem Vorstoß, die Kurzarbeit zu erleichtern und damit die Unternehmen von Kosten zu entlasten, habe die Bundesregierung gute Voraussetzungen für flankierende Angebote der Tarifparteien geschaffen. „Damit können wir arbeiten“, betonte Kirchhoff. Es sei völlig richtig, jetzt der Beschäftigungssicherung den Vorrang gegenüber Einkommenserhöhungen einzuräumen. Das stabilisiere die Kaufkraft der rund 700.000 M+E-Beschäftigten in NRW. Zugleich erteilte der NRW-Metallarbeitgeberpräsident der Forderung der IG Metall eine klare Absage, die vom Gesetzgeber vorgesehenen Entlastungen für Unternehmen in Zuschläge für die Beschäftigten tariflich umzuwidmen. „Dieser Vorschlag ist kontraproduktiv“, kritisierte er. Damit machten sich die Tarifpartner weder bei der Politik Freunde, noch werde so das Ziel der Beschäftigungssicherung erreicht.

Die Metallarbeitgeber werteten das Bestreben der IG Metall, die Bewältigung der Herausforderungen des Transformationsprozesses in den Mittelpunkt der Tarifrunde 2020 zu stellen, als Beleg dafür, der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Vorrang einzuräumen. „Einer gewerkschaftlichen Fremdsteuerung […]

12:00 12:00

Corona-Virus – die wichtigsten Fragen

Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus treten verschiedenste Fragen auf. Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen werden das Mögliche tun, um bei der Eingrenzung des Virus mitzuwirken.

Als Arbeitgeber werden die Unternehmen ihren betroffenen Mitarbeitern mit der erforderlichen arbeitsrechtlichen Fürsorgepflicht begegnen. Die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw) informiert auf iher Website über die wichtigsten arbeitsrechtlichen Fragen für den Fall, dass Beschäftigte durch das Virus infiziert werden.

Mehr unter

https://www.unternehmer.nrw/standpunkte/stellungnahmen/detail/news/corona-virus-die-wichtigsten-fragen